Der Filmtipp Award 2016: Diese Blogger sitzen in der Jury – Teil 2

Zum Thema Allgemein, Der Filmtipp Adward, Home, Interviews von - Februar 24, 2016
Der Filmtipp Award 2016: Diese Blogger sitzen in der Jury – Teil 2

Der Filmtipp Award kommt mit langsamen Schritten, aber immer näher. In mehreren Episoden stelle ich euch bis dahin die Jury-Mitglieder vor. Um es mir ein bisschen einfacher zu machen, habe ich als Vorgabe jedem gesagt, er solle mir jeweils in 3 Sätzen etwas über sich, seinen Blog und das Filmjahr 2015 schreiben. Natürlich hat sich fast keiner an die 3-Satz-Grenze gehalten 😉 Ihr rockt! Los geht’s:

Franziska Tretter – Der Filmkompass

Franziska Tretter ist die 26-jährige Filmkritikerin, die sich hinter dem Blog Filmkompass verbirgt. Filmkompass besteht seit dem 31. Oktober 2012 und enthält aktuell über 450 Beiträge – hauptsächlich Filmkritiken, aber hin und wieder auch einmal einen filmpolitischen Text. Oft halten Kommentatoren ihres Blogs es für unmöglich, das eine einzige Autorin diese vielen Texte produziert hat. Noch dazu in ihrer Freizeit, denn die letzten drei Jahre verbrachte sie mit einem Bachelor-Studium der Medienkultur in Weimar, was allerdings den positiven Nebeneffekt hatte, im Rahmen des Studiums viele Filme schauen zu dürfen.

Ihre Bachelorarbeit, die sie im Dezember 2015 erfolgreich verteidigte, beschäftigt sich mit der Filmkritik im digitalen Raum und dem Verhältnis von klassischer (Print-)Filmkritik und den neuen Möglichkeiten der Filmkritik im Internet durch unbezahlte Bürgerjournalisten.

Zu Beginn des Kinojahres 2015 war ich noch sehr skeptisch. Wieder ein Jahr mit unnötigen Fortsetzungsfilmen, doch der erste Schein trügte. Besonders im Herbst und Winter verbrachte ich unfassbar viel Zeit im Kino, weil wirklich gute Filme zu sehen waren. Auch für den deutschen Film könnte 2015 ein Befreiungsschlag sein. Selten war ich als Deutsche so stolz auf den deutschen Film. Ich rede natürlich in erster Linie von Victoria, nicht unbedingt von dem, was der Deutsche gemeinhin für gutes Kino hält. Fack ju, Honig im Kopf der Nanny!

Mathias und Markus Grunwald von myofb

Mathias: Wie soll ich mich denn bitte in drei Sätzen vorstellen? Ich versuche es mal: Student, Faulpelz, Film- und Serienfanatiker, Fußballfan und Träumer. BÄM – und das waren noch nicht einmal drei Sätze!

myofb.de entstand als private Datenbank, in welcher mein Bruder und ich eine Übersicht über unsere, zu diesem Zeitpunkt, zahlreichen, geschauten Filme behalten wollten. Doch schnell wurde aus dieser kleinen Datenbank mehr und wir fingen an Nachrichten zu Film und TV zu verfassen. Mittlerweile sind wir sogar auf YouTube aktiv unterwegs und haben mehr Spaß denn je mit unserem Blog!

2015 war für mich persönlich ein große Enttäuschung. Ich war wohl selten so wenig im Kino wie in diesem Jahr und das, obwohl mich doch sehr viele Filme anfangs interessiert haben. Viele der angekündigten Blockbuster empfand ich letztendlich als langweilig, dafür konnten mich aber ein paar andere Filme überzeugen, welche ich anfangs nicht wirklich auf dem Radar hatte.

Markus: 2015 zog es mich in fast jeden Blockbuster. Jurassic World, Spectre, Avengers: Age of Ultron, Fast & Furious 7, Der Marsianer und natürlich Star Wars 7 : Das Erwachen der Macht wurden auf der großen Leinwand geschaut. So wirklich aus dem Hocker hauen konnte mich aber letzendlich nur Mad Max: Fury Road mit seiner Üderdosis an Action!

Auf myofb.de gab es 2015 zu jedem dieser Filme eine ausführliche Review und noch viele weitere: Filme und Serien wurden quasi verschlungen. Des Weiteren wurden auch die täglichen News nicht vergessen, wobei gefühlt jede zweite mit einer Comicverfilmung zu tun haben wollte. Zudem sind wir mit mehreren Youtube-Formaten, wie MOVIEMANIA und FILMTALK, an den Start gegangen, welche hoffentlich 2016 ein noch größeres Publikum finden werden.

Niklas Pollmann von Meinungsimperialismus

Niklas Pollmann, 22 Jahre alt, studiert Drehbuch in Wien. Mit 14 Jahren kam er das erste Mal mit Filmkunst in Berührung und arbeitete sich seitdem autodidaktisch in ihre Materie ein. Neben seiner Tätigkeit als Hobby-Filmkritiker ist er als Autor in verschiedensten Funktionen tätig.

Schon die alten Griechen um Platon und Co haben verstanden, dass geistige Auseinandersetzung mit der Welt (tiefere) Wahrheiten hervorbringt bzw. erkennt als eine rein körperliche. So ähnlich macht das auch der Blog Meinungsimperialismus.de, der zwar ein durchaus klassischer Film-Blog ist, dergestalt er subjektiv-kritisch, vielleicht sogar gar prollig und nie ganz humorlos Filme in gute und weniger gute Filme unterteilt, dabei aber stets ambitioniert ist, filmische Qualität intellektuell zu erfassen. Swag, Swag.

Auffällig waren dieses Jahr ein starkes Osteuropa, das mit vier Filmen unter den besten fünfzehn des Jahres vertreten ist und mit „The Tribe“ auch den gänzlich besten Film stellt. Mit Werken wie „Birdman“, „Ex Machina“, „Victoria“ und „Mad Mad — Fury Road“ waren auch sehr massentaugliche Filme unter den besten des Jahres, auch wenn der Durchschnittskinogänger sein Geld doch lieber wieder für Fließband-Markennamen-Sequel-Unsinn verpulverte. Kino funktioniert eben längst nicht mehr nach einem Leistungsprinzip, aber es lebt noch.

Phil Marx von Nerdttalk

31. Hannover. Bereichsleiter bei einem IT-Dienstleister. Filmliebhaber. Intensiver Kinogänger seit 2006. Über 170 Filme in 2015 gesehen. Kino-Jahreskarte-Besitzer. Podcaster. Mal laut, mal leise, mal provokant, mal nachdenklich.

Ich betreibe den größten deutschsprachigen Filmpodcast Nerdtalk.de . Mit-Moderator Lars und ich schnacken jede Woche etwa 2 Stunden höchst subjektiv über Filmstarts, gesehene Filme und alles weitere, was uns erwähnenswert scheint. Nerdtalk.de betreibt auch das (nach unserem Wissen) einmalige Besucher-Tippspiel, bei dem man die Besucherzahlen von Kinostarts tippen muss und attraktive Gewinne abräume kann. Zudem läuft tagesaktuell das große Oscar-Gewinnspiel, bei dem man unter anderem einen Lego Millenium Falcon gewinnen kann.

Ein Jahr des Trauens. Man traute sich, Klassiker (neu) aufzulegen (Heidi, Der kleine Prinz, Mad Max, Ich bin dann mal weg, Terminator Genisys, Poltergeist). Man traute sich, lang erzählte Geschichten abzuschließen (Star Wars, James Bond, Fast & Furious) und man traute sich, ganz neue Wege der Inszenierung zu gehen (Victoria, Birdman, Unknown User). Über den tatsächlichen Erfolg kann man aber herrlichst diskutieren 😉

Der Filmtipp Award wird am 6. März 2016 die besten Filme des vergangenen Jahres auszeichnen. Aktuell sitzt unsere Jury mitten in den finalen Votings. Hier ein Blick auf die Nominierungen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die mitmachen. Ihr seid großartig!

Ich möchte meine Leidenschaft für Filme mit Euch teilen. Es gibt so viele spannende, interessante Werke, die viel zu wenig Beachtung geschenkt bekommen. Manchmal braucht ein stark kritisierter Film einen Verteidiger. Andere gehypte Filme müssen dagegen auch mal hinterfragt werden. Filme müssen Spaß machen.

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