Der Filmtipp: Zombiber – Bissige Biber und blutige Brüste – Trotzdem viel viel besser als gedacht! Trash-Spaß vom feinsten!

Zum Thema Filmtipps, Home, Monster von - März 17, 2015
Der Filmtipp: Zombiber – Bissige Biber und blutige Brüste – Trotzdem viel viel besser als gedacht! Trash-Spaß vom feinsten!
Brüste. Blut. Biber. Die Inhalte des neuen Trash-Sterns Zombibersind schnell zusammengefasst. Dachte ich. Doch das Leben ist ja bekanntlich wie eine Schachtel Pralinen und so musste ich feststellen, dass ich mich geirrt habe. Brüste, Blut und Biber gibt es en masse, keine Frage – aber der Film ist doch ein ganzes Stück besser als ich dachte. Nein, ich bin geschockt! Geschockt, weil ich den Film einfach loben muss.
Worum geht es überhaupt? Jenn hat mit ihrem Freund Sam, der sie auf einer Party betrogen hat, Schluss gemacht. Nun möchte sie mit ihren beiden Freundinnen Zoe und Mary in einer abgelegenen Ferienhütte am See den Kopf wieder frei kriegen. Keine Handys, kein Internet, keine Männer. Dummerweise tauchen Sam und seine Freunde dort unangekündigt auf, was Jenns dauerscharfe Freundinnen aber gar nicht so übel finden. Zu Konflikten kommt es trotzdem. Zwar nicht mit den Jungs, dafür aber mit untoten Seebewohnern, deren Nest zuvor mit einer giftigen Substanz besprüht wurde.
Du denkst du hast alles gesehen, dann kommt Zombiber. Doch in der Masse der geldgeilen Trash-Produktionen ist dieser kleine Festival-Hit hier tatsächlich eine Überraschung. Er ist die pure Selbstironie schlechthin und versucht gar nicht erst mehr zu sein. Lässt man sich auf den Klamauk ein ist er besser als manche Hollywood-Komödie. Mich hatte der Film jedenfalls schon beim blutigen Hirsch-Intro.
Es gibt schlimmere Momente zu sterben. Aus Biberblickwinkel jedenfalls.
© Splendid
Anders als zum Beispiel bei Sharknado, den ich aber ebenfalls klasse finde, wurden die CGI-Effekte hier auf ein Minimum zurückgeschraubt. Die amokkrabbelnden Plüschviecher sehen richtig schön retro aus und verpassen dem Film einen nostalgischen 70er-Look. Es gibt jede Menge abgedrehte Biber-Moments und was soll ich sagen…selbst die Schauspieler und die deutsche Synchronisation erscheinen professioneller als befürchtet. Nix davon ist oscarreif, keine Frage, aber man merkt eben doch, dass hier bewusst parodiert und überspitzt wird. Nur halt ab 16.
Spoiler: Der Hund heißt „Gosling“ und stirbt – klasse! 😀
Wie gerade schon erwähnt machen die Darsteller ihre reduzierten Aufgaben absolut witzig und gut. Vor allem Cortney Palm als dauerscharfe Zoe mit Anti-Einstellung zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Okay, auch die Männerblicke. Irgendwie hat die Dame einen Hang zur Nacktheit (Sushi Girl, Silent Night, u.a.), aber auch ihren humoristischen Part erledigen sie und ihre Kollegen mit Bravur. Noch dazu gibt’s ein paar wenigstens halbbekannte Gesichter: Rex Linn (Cliffhanger, Django Unchained, u.a.) als Redneck Smyth, Comedian Bill Burr als abgelenkter Autofahrer Joseph und Brent Briscoe aus The Green Mile und Mulholland Drive.
„Bombombombombombombom…“
© Splendid
Woran der Zuschauer merkt, dass Zombiber eben doch ambitionierter ist, als gedacht? Am Mehrwert, der ganzen Machart drumherum. So gefielen mir schon die Fake-Poster, die passend zu den Oscar-Verleihungen veröffentlicht wurden (siehe unten). Das James-Bond-ähnliche Intro und der saukomische Biber-Swing-Song im Abspann verpassten mir ebenfalls ein dickes Grinsen im Gesicht. Und als Sahnehäubchen werden uns anschließend auch noch Outtakes gezeigt. Sorry, aber so geht Unterhaltung.

Fazit
Den abgeneigten Kultur-Cineasten sei gesagt, es ist definitiv der wichtigste, tiefgehenste Film des Zombiber-Genres! Ehrlich jetzt, mit der richtigen Erwartungshaltung macht dieser selbstironische Tierhorrorschinken einfach nur Spaß. Wer derben, flachen Humor aushält und sich mit effektlosen Killerbibern anfreunden kann, der wird am Ende noch mit einer kleinen Überraschung belohnt. Großartig!
Hier noch schnell die versprochenen Plakate früherer Biberwerke:
Beaverican Hustle:
Beavher:
Beaverity:
Ich möchte meine Leidenschaft für Filme mit Euch teilen. Es gibt so viele spannende, interessante Werke, die viel zu wenig Beachtung geschenkt bekommen. Manchmal braucht ein stark kritisierter Film einen Verteidiger. Andere gehypte Filme müssen dagegen auch mal hinterfragt werden. Filme müssen Spaß machen.

2 Kommentare on "Der Filmtipp: Zombiber – Bissige Biber und blutige Brüste – Trotzdem viel viel besser als gedacht! Trash-Spaß vom feinsten!"

  • Zombiber fand ich mal so richtig klasse ! Hat einfach Spass gemacht, dieser herrlich dämliche Nonsens. Kommt noch dazu das ich eh auf Tierhorror stehe, auch wenn diese kleinen „Handpuppen“ nun echt manchmal ein bißchen trashig wirken. Was soll’s..shit happen’s ! Du hast schon recht, der Film ist besser als man denkt. Ich hatte mich ihm anfangs voll verweigert, auch weil ich im Grunde kein Zombie Fan bin und es ja schon ewig diese unzähligen Variatonen gibt. Na ja, ich hatte jedenfalls enorm viel Spass und der Film war für mich keinesfalls, wie ein Freund es empfand, mit einer „Asylum“ Produktion vergleichbar.

    • Micha

      Auf gar keinen Fall mit „The Asylum“ vergleichbar. Viel viel selbstironischer und bewusst doof geschrieben. Wenn ich einen Trashfilm damit vergleichen würde, dann noch am ehesten Sharknado, aber selbst die Reihe ist nochmal etwas anders. Zombiber ist im Prinzip Satire mit Klamauk. Hat auf jeden Fall Biss 😉

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