PreView: Devil’s Due – Die Teufelsbrut

Zum Thema FoundFootage von - März 06, 2014

Vorweg: Ich liebe Found Footage! Es ist schon etwas länger her, dass sich ein Film aus dieser Ecke in die deutschen Kinos traute. Jedenfalls abgesehen von den regelmäßigen, paranormalen Aktivitäten weltweit. Der große Hype ist vorbei, doch hin und wieder ist das Argument des wirtschaftlichen Vorteils stärker als die Kreativität der Drehbuch-Autoren. Deshalb ärgert es mich auch, dass ich mit Devil’s Due starten muss.

Warum? Mockumentaries wie z.B. [REC] oder Cloverfield können richtig Spaß machen, spannend und gut gemacht sein. Vor allem Dämonen und Exorzisten stehen immer wieder Modell für dieses Genre. Es ist einfach mies, dass ausgerechnet zu Beginn meiner selbsternannten Found Footage PR so ein uninspirierter Abklatsch daherkommt.

Was zum Teufel?…

Ich habe jedenfalls meine Zweifel, dass uns der Film von Radio Silence überraschen wird. Daran ändert auch der witzige PR-Gag nicht, der ein satanistisches Roboter-Baby im Kinderwagen durch erschrockene Menschenmassen fahren ließ und zum YouTube-Hit wurde. Sowohl der Name, vor allem der deutsche Nebentitel, als auch der Trailer rudern in eine bestimmte Richtung. Ein Pärchen kann sich nicht an seine Hochzeitsnacht erinnern, dafür ist Frau schwanger. Mann filmt von nun an den Prozess der Schwangerschaft während der SIE anfängt sich komisch zu verhalten und seltsame Dinge vorgehen. Gähn. Wenn das nicht schon alles sagt, dann zitiere ich schnell noch den Priester aus dem Trailer: „Im frühen Christentum gab es Gruppen von Andersdenkenden, die glaubten mit diesen Symbolen einen Antichristen heraufbeschwören zu können.“ Da grenzt es fast schon an Selbstironie, dass am Ende des Trailers die Worte „Nichts kann uns vorbereiten“ erscheinen.

 Für eine Mockumentary ist das Budget mit 7 Millionen Dollar sehr hoch, was wohl auch den Gehältern der beiden Hauptdarsteller geschuldet ist. Zach Gilford (The Last Stand, The Purge 2: Anarchy) und Allison Miller (Terra Nova, u.a.) sind annähernd „bekannte“ Schauspieler und keine Studentengruppe oder Kunstfilmer. Hinzu kommt, dass die Effekte aus dem Trailer sehr nett aussehen, was auch gekostet haben dürfte. Jedenfalls hat The Blair Witch Project nur 40.000 Dollar gekostet und zählt bis heute zu den erfolgreichsten Handkamera-Filmen.

Ich hoffe, dass Devil’s Due eine Überraschung parat hält, glauben tue ich es aber nicht. Wer Lust auf diese Art von Found Footage hat, dem empfehle ich Der letzte Exorzismus und rate ab von The Devil Inside.

Devil’s Due – Die Teufelsbrut

Start: 10. April 2014
90 Minuten, USA


 

Ich möchte meine Leidenschaft für Filme mit Euch teilen. Es gibt so viele spannende, interessante Werke, die viel zu wenig Beachtung geschenkt bekommen. Manchmal braucht ein stark kritisierter Film einen Verteidiger. Andere gehypte Filme müssen dagegen auch mal hinterfragt werden. Filme müssen Spaß machen.

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