Unsterblich: Terminator (1984) – Als Schwarzenegger das Action-Kino revolutionierte

Zum Thema Allgemein, Filmtipps, Unsterblich von - Juli 05, 2015
Unsterblich: Terminator (1984) – Als Schwarzenegger das Action-Kino revolutionierte

Sarah Connor. Bei diesem Namen denkt die Jugend von heute eher an Songs wie „From Zero To Hero“. Dabei gehört er einer Powerfrau. Einer Filmfigur, die Filmgeschichte schrieb. Der Terminator wurde geboren und 1984 von Regisseur James Cameron auf sie gehetzt. Ein Siegeszug von vier Sequels und einer Serie. 2015 geht die Geschichte mit Terminator: Genisys weiter. Wir blicken zuerst in die Ursprünge, als der T-800 noch böse war.

Die Jungs vom Entertainment Blog sind umgezogen und zusammen mit ihnen starten wir nun gemeinsam in eine spannende Zukunft. Was könnte da besser passen, als der Terminator? Bis zum neuen Terminator: Genisys gucken wir uns das Franchise zusammen an. Ihre Review zu Teil 1 gibt’s HIER.

Worum geht es überhaupt? Wir schreiben das Jahr 1984. Sarah Connor sieht in den Nachrichten, wie andere Frauen mit ihrem Namen umgebracht werden. Kurz darauf wird auch sie verfolgt. Ihr Verfolger nennt sich Reese. Er versucht ihr klar zu machen, dass sie in Gefahr ist. Ein Cyborg aus der Zukunft wurde in die Vergangenheit geschickt, um sie zu töten. Warum? In 40 Jahren wird die Welt von Maschinen beherrscht werden. Nur noch wenige Rebellen stellen sich dagegen. Angeführt von John. Sarahs Sohn.

Die Erfolgsgeschichte des Terminators ist kein Zufall. Mit geringem Budget von sechs Millionen Dollar schaffte James Cameron einen Film so fokussiert zu inszenieren, dass daraus ein Meilenstein wuchs. Von Beginn an wird Spannung aufgebaut, die bis zum Schluss anhält. Zusätzlich verleihen ein atmosphärischer Score und düstere Bilder die passende Atmosphäre. Und die Story? Die Story ist das eigentliche Rezept des Erfolges.

„Er sagt ein Sturm wird aufziehen.“ – „Ich weiß.“

Zur Zeit des Filmdrehs konnte niemand ahnen, dass die vermeintliche Geschichte noch so ausgebaut werden würde. Und doch schuf Cameron bereits in Teil 1 mehr als eine Basis dafür. Die Firma Skynet, die für den Untergang der Menschen verantwortlich ist, wird nur angerissen. John Connor wird mehrfach erwähnt, ist im Film aber nie zu sehen und nur Mittel zum Zweck der Story. Damals konnte das die Fantasie des Zuschauers anregen, heute ist dies als der Nährstoff eines Kult-Franchises zu betrachten.

Ähnlich wie Mad Max: Fury Road im Jahre 2015, schaffte Terminator es, den Zuschauer in eine Dauerhetzjagd zu versetzen. Unwichtige Szenen und Momente gibt es eigentlich kaum, selbst Humor wird auf ein Minimum begrenzt. Wir sehen eine dunkle Welt, die noch nicht begreifen kann, auf welches Unheil sie zusteuert. Und dann ist da diese Maschine in Form eines Menschen, die mit ihrem Auftritt für Unbehagen sorgt.

Arnold Schwarzenegger kann sein Bodybuilder-Dasein nicht verleugnen und doch – und da stehe ich zu – finde ich, dass er bereits in Terminator eine seiner besten Leistungen abruft. Seine sterilen, kalten Blicke und die staksige Bewegung passen perfekt. Auch später im Film bleibt er stets in seiner maschinellen Rolle. Das wirkt befremdlich, liegt aber nicht an ihm, sondern dem Umstand. Er spricht 17 Sätze und ist dennoch sehr bedrohlich und präsent. Die späteren Stop-Motion-Effekte und der stählerne Skull mit roten Augen runden das Bild eines Horror-Cyborgs super ab.

„Ich komme wieder.“

Dann wäre da eben Linda Hamilton, die mit ihrer Sarah Connor Kultstatus erhielt. Sie verkörpert eine bis dato eher seltene Action-Frau, die mehr kann als Schreien, Schmachten und Kochen. Sie handelt logisch, instinktiv und kann austeilen.  Und doch zeigt sie sich liebevoll, sehnsüchtig und sympathisch in Momenten der Ruhe.

Später sollte James Cameron mit Ellen Ripley die Geschichte einer weiteren Powerfrau in Aliens – Die Rückkehr fortsetzen. Dafür holte er sich gleich mehrere Terminator-Darsteller ins Boot: Bill Paxton, Michael Biehn und Lance Henriksen waren dabei. Mit Sicherheit kein Zufall. Und wo wir gerade dabei sind James Cameron zu loben. Er ist auch der Drehbuchautor und Ideengeber von Terminator. Angeblich fiel ihm die Story während eines Fiebertraums ein. Da fragt man sich schon nach seiner physischen Verfassung, bevor er Avatar ins Leben rief.

Fazit

Terminator ist ein Low-Budget-Meisterwerk der Extraklasse. Technisch gesehen und am Geld bemessen ohnehin. Doch auch die Darsteller und die sehr fokussierte Geschichte lassen nach wenigen Minuten vergessen, dass man dem Film sein Alter ansieht. Er ist die Geburtsstunde des Action-Helden Arnold Schwarzenegger. Er ist der Ursprung eines Milliarden-Franchises und irgendwie auch der Grundstein für The Abyss, Titanic und Co. Mit Recht!

Ich möchte meine Leidenschaft für Filme mit Euch teilen. Es gibt so viele spannende, interessante Werke, die viel zu wenig Beachtung geschenkt bekommen. Manchmal braucht ein stark kritisierter Film einen Verteidiger. Andere gehypte Filme müssen dagegen auch mal hinterfragt werden. Filme müssen Spaß machen.

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